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Termine 2012
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„Meine geliebte Föhra in Hallerstein“ |
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Sie stand einst am Wegesrand von Hallerstein in Richtung Waldstein. Nicht weit davon zweigte von diesem Feld- und Wanderweg ein Weg zum Häusla ab. Solch schöne Verbindungswege teert man heutzutage. Dabei hatten die alten Wege – holprig, steinig, staubig mit unbefestigten Seitenstreifen – etwas Einladendes, nichts Fremdes an sich. Sie gehörten zu einem selbst wie der Garten neben dem Haus. Zu beiden Seiten dufteten und blühten die unterschiedlichsten Wiesenblumen. Bunte Schmetterlinge gaukelten darüber, dazwischen hüpften die Heuschrecken hin und her; ein Frosch sprang nach einer Fliege und darüber trillerten die Lerchen ihr unendliches Lied in den Himmel. Damit waren wir eins und eingeschlossen in die Natur. Wenn wir hinausgingen über die Herrenhut zur Giegold-Hütte, einem schönen großen Waldhaus in der Mitte des Waldes, oder zum Waldstein hinauf, dann kam man unweigerlich an dieser alten Föhre vorbei. Da stand sie schon über 200 Jahre, eine einladende Bank zu ihren Füßen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir an ihr vorbeigingen ohne auch kurz bei ihr rast zu machen.
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Meine Überlegung heute: Ist diese alte Föhre einsam? Und hat sie Sehnsucht mit ihren rauen Zweigen dann und wann an anderen entlangstreifen zu können? Oder ist es gerade schön, ihre knorrigen Arme ausbreiten zu können, ohne von anderen gestört zu werden? Schutzlos ist sie jeder Witterung preisgegeben. Und sie hat standgehalten – über Jahrhunderte. Könnte diese Föhre erzählen, sicher würde sie sich oftmals wundern über die Einfalt unserer Gespräche, die wir armen Menschen in ihrem Schatten führen. Liebe alte Föhra, stehe noch lang und unerschütterlich über Hallerstein. Ob Du auch mich ein ganz klein Wenig in Deine Rinde eingeschrieben hast? Und wenn Du auch heute nicht mehr am Rande altvertrauter Wege stehst, sondern mitten im Feld – immer, wenn ich, früher Schärdels Annelies, das geliebte Hallerstein besuche, besuche ich auch Dich.
Anneliese Winter, Lauterbach |
